Mücken im Anflug

Auch wenn Sie große Lust darauf haben, ist es kaum möglich, an die Mücken nicht zu denken, weil in ein paar Monaten ihr Saison beginnt. Lassen wir uns dann diese Blutsauger genauer betrachten, um sie „in voller Kriegsbemalung“ diesen Sommer zu treffen.

Auf dieser Seite erfahren Sie viele interessante Informationen über die Mücken, wie sie sich entwickeln, sich verhalten, sich ernähren und wo sie leben. Wir zerpflücken auch viele Mythen über diese lästigen Insekten.

Mücken übertragen AIDS

Diese Horrorgeschichte ist weit verbreitet. Viele behaupten, eine Mücke kann den AIDS-Kranken zu stechen beginnen, dann könnte sie aber aufgescheucht werden und da sie nicht satt ist, sich auf eine andere gesunde Person setzen, um endlich genug Blut zu kriegen. Auf solche Weise könnte diese Mücke die HIV-Infektion übertragen. In diesem Fall erfolgt die Übertragung der Infektion scheinbar auf dieselbe Weise wie bei der Verwendung einer Spritze.

Eine Infektion durch eine Stechmücke ist jedoch unmöglich: Durch ihren Rüssel im Moment des Stiches kommt nicht Blut sondern Speichel heraus. Speichel lässt das Blut nicht koagulieren, damit das Insekt es leicht absaugen könnte. Eine Ansteckung ist jedoch nur über direkten Blut-Blut-Kontakt möglich. Außerdem haben die Wissenschaftler bereits bewiesen: Der Magen-Darm-Trakt einer Mücke deaktiviert das HIV-Virus.

Mücken bevorzugen Kinder

Sie haben vielleicht bemerkt, dass nach einem Picknick auf dem Körper von Kindern die Spuren von Mückenstichen in Form von roten Flecken vielfach vorhanden sind, während die Erwachsenen ein paar Rötungen haben. In der Tat liegt dies nicht daran, dass die Blutsauger Kinder bevorzugen. Gerade wegen der Unvollkommenheit der Immunität löst der Körper der Kinder häufiger und intensiver allergische Reaktionen auf den Speichel der Stechmücken aus. Die Weibchen benötigen Isoleucin für die Fortpflanzung. Diese Aminosäure befindet sich häufiger im Blut von jungen Frauen, schwangeren Frauen oder Sportlern.

Malariamücke ist größer als die anderen Blutsauger

Nein, sie hat ungefähr dieselbe Größe. Ein Insekt mit langen Beinen, vor dem jeder Angst hat, ist eine Bachmücke (Tipula), die für den Menschen völlig harmlos ist. Sie ernährt sich von Nektar und Pflanzen. Aber die Malariamücke, auch Anopheles, Gabel- oder Fiebermücke genannt, ernährt sich von Blut, und kann gefährliche Erreger übertragen. Diese Mücke unterscheidet sich von anderen Gattungen nicht in ihrer Größe, sondern in beeindruckenden Schnurrbärten, dunklen Flecken an den Flügeln und Hinterbeinen, die viel länger als die vorderen sind, weshalb sich die Mücke nur bei starker Vorwärtsneigung des Körpers ans Opfer setzen kann. Es gibt übrigens mehr als 440 Arten von Anopheles auf der Welt.